Die eidgenössischen Schätzungskommissionen sind die erstinstanzlichen Enteignungsgerichte (Spezialverwaltungsgerichte) für Enteignungen nach Bundesrecht.

Enteignungen nach Bundesrecht werden nach dem Bundesgesetz über die Enteignung vom 20. Juni 1930 (Enteignungsgesetz, EntG, SR 711) durchgeführt. Sie sind vorgesehen für Anlagen und Betriebe, die eine Konzession des Bundes benötigen, insbesondere:

−Eisenbahnanlagen

−Nationalstrassen

−Landesflughäfen

−Militärische Bauten und Anlagen

−Starkstromanlagen

Die Schweiz ist in 13 Kreise eingeteilt, hat also 13 eidgenössische Schätzungskommissionen. Die Kommission des Kreises 10 ist örtlich für den Kanton Zürich zuständig.

Die eidgenössischen Schätzungskommissionen unterstehen seit dem 1. Januar 2007 der Aufsicht des Bundesverwaltungsgerichts. Ihre Entscheide können direkt mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an dieses Gericht weitergezogen werden. Gegen dessen Entscheide ist die Beschwerde in öffentlich−rechtlichen Angelegeneheiten an das Bundesgericht möglich.